Biomasse

Aufgrund steigender Kosten für Gas und Öl sowie deren politischer Bedeutung entscheiden sich viele Kunden für Biomasseheizungen. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Anbietern und unterschiedliche Brennstoffen.

 

Unter den Begriff Biomasse werden alle natürlichen Brennstoffe gefasst. Dabei kommt dem Holz die größte Bedeutung zu, da Holz ein guter Energieträger bzw. -lieferant ist. Durch das Verbrennen von Holz wird Energie gewonnen. Der Vorteil dabei ist, dass Holz stetig nachwächst, eine neutrale CO2-Bilanz hat und damit ebenso wie die anderen natürlichen Brennstoffe sehr umweltfreundlich ist. Holz kann in verschiedenen Formaten als Brennstoff genutzt werden:

Holzpellets: Holzpellets sind aus Holzresten geformte, zylinderförmige Presslinge. Aufgrund ihrer hohen Energiedichte und der kompakten Ausmaße (1-5 cm Länge und 4-10 mm Durchmesser) eignen sie sich besonders gut als Brennstoff.

Der Energiegehalt von Holzpellets lässt sich am besten vergleichen, wenn man den Heizwert in kWh je Kilogramm berechnet. Pellets besitzen einen Heizwert von ca. 5 kWh je Kilogramm. Bezogen auf den Energiegehalt sind daher 2 kg Holzpellets mit einem Liter Heizöl vergleichbar. Der feuerungstechnische Wirkungsgrad beträgt heute bei guten Kesseln zwischen 85% und 96%.

Die Holzpellets sind im kleineren Gebäudebereich empfehlenswert, da sie sich gut transportieren und lagern lassen. Moderne Holzpellets-Öfen sind ausgereift und bieten eine echte Alternative zu Öl- oder Gasheizungen. Mittlerweile gibt es auch Pellets-Kessel in Brennwertausführung und als BHKW.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, mit Holzpellets zu heizen:

- Holzpellets-Kaminofen
- Vollautomatische Holzpellets-Anlagen
- Kombinierte Anlagen für Holzpellets und Stückholz

Eine automatisch beschickte Pelletheizung - also eine Pelletheizung, die automatisch mit Holzpellets versorgt wird - funktioniert nach folgendem Schema:

Ähnlich wie bei Heizöl liefert ein spezieller Silo-LKW die Holzpellets an. Diese werden in den Vorratsraum geblasen. Alternativ zu einem speziellen Vorratsraum können die Pellets auch in einem dafür vorgesehenen Behälter bevorratet werden. Der Vorrat an Pellets ist durch eine Förderschnecke mit dem Pellet-Heizkessel verbunden. Durch diese wird der Pellet-Kessel bei Bedarf automatisch versorgt. Daraufhin werden die Pellets in der Brennkammer des Kessels verbrannt und die dadurch erzeugte Wärme wird vom Kessel an den Warmwasser-Speicher abgegeben.

Eine Holzpellet-Anlage besteht somit im Wesentlichen aus folgenden Komponenten: Brennkammer, Wärmetauscher, Regelung, Vorratsbehälter für Holzpellets und einer Förderschnecke (bei automatischen Anlagen).

Holzhackschnitzel: Holzhackschnitzel sind maschinell zerkleinerte Holzstücke. Sie eignen sich gut als Brennstoff, da sie im Gegensatz zum Scheitholz besser zu transportieren und zu lagern sind.

Die Verbrennungs- und Lagertechnik ist im groben mit der von Pellets vergleichbar, allerdings werden diese Anlagen meist bei größerem Wärmebedarf eingesetzt.

Je nach Leistung gibt es Hackschnitzel in unterschiedlicher Größe,

Die Kesselanlagen sind vergleichbar zu Pellets-Anlagen - vollautomatisch meist mit einer Schneckenzuführung.

Hackschnitzel können vor Ort aus Stämmen gefertigt oder fertig angeliefert werden. Zu beachten ist hier der Platzbedarf zur Trocknung und Lagerung, der aufgrund des geringeren Heizwertes etwa das doppelte Volumen des Platzbedarfs für Pellets haben muss.

Außerdem sind bei einigen Hackschnitzelkesseln auch andere Biomassen wie Miscanthus, Getreideabfall oder Stroh/Heu zur Verbrennung geeignet.

Der Energiegehalt von Hackschnitzeln lässt sich am besten vergleichen, wenn man den Heizwert in kWh je Kilogramm berechnet. Hackschnitzel besitzen einen Heizwert von ca. 5 kWh je Kilogramm. Allerdings ist aufgrund des deutlich geringeren Schüttgewichtes ein größeres Lager notwendig.  Der feuerungstechnische Wirkungsgrad beträgt heute bei guten Kesseln zwischen 80% und 93%.

>Scheitholz: Als Scheitholz bezeichnet man einfach Holzstücke, die als Brennstoff in sogenannten Scheitholzkesseln verwendet werden können.

In modernen Heizkesseln wird das Holzgas zur Verbrennung genutzt, so dass hier eine kontrollierte und gesteuerte Verbrennung mit niedrigem Schadstoffausstoß stattfindet.

Die Kessel stehen meist im Keller und die produzierte Wärme wird in Pufferspeichern zwischengelagert. Da diese Kessel nicht einfach abgeschaltet werden können, also die Wärmeproduktion nicht einfach gestoppt werden kann, müssen die Speicher - entsprechend der Leistung des Kessels - ausreichend groß dimensioniert werden.

Zur Verbrennung wird getrocknetes Holz in Scheiten verwendend, es können Laub- oder Nadelhölzer verbrannt werden.